Eastcoast!

So, der „Urlaub“ ist leider erstmal vorbei, wir sind alle drei (Simone, Katrin und ich) wohlbehalten in Cairns angekommen – nach 17 spannenden Tagen an verschiedenen Orten der Ostkueste Australiens. Bilder sagen mehr als Worte – deswegen jede Menge Fotos:

Am 21.02. erreichten wir nach ca. 14 Stunden im Greyhound-Bus endlich Byron Bay. Byron ist ein kleines verschlafenes Doerfchen mit nur ein paar hundert Einwohner, dafuer aber umso mehr Touristen und Backpackern. Auch zu verstehen, der Strand ist genial, alles ist relaxt und optimal zum Erholen. Unser Hostel, The Arts Factory, war etwas ausserhalb des Orts, mitten im „Dschungel“, was vor allem Simone ziemlich beeindruckt hat.

Aber nicht nur den Strand gabs zu bewundern; Byron Bay ist der Oestlichste Punkt Australiens, deshalb gibts auch auf einer kleinen Landzunge einen Leuchtturm, von dem aus man den Sonnenaufgang beobachten kann – wenn es nicht total bewoelkt ist, wie an dem Tag als wir da waren.

In der Naehe von Byron liegt ein kleines Doerfchen, „Nimbin„. Dort haben sich einige Alternative und Hippies niedergelassen, uebriggeblieben aus den 68ern. Unser Busfahrer z.B. war urspruenglich aus der Schweiz, wie man an seinem Akzent erkennen konnte:-) Trotzdem hat er einige gute Erklaerungen zur Gegend und dem Urwald geliefert.

Am Freitag, 23.02., ging die Fahrt weiter ins nahegelegene Surfers Paradiese an der Goldcoast. Diese Gegend ist ziemlich dicht bebaut, ein Wolkenkratzer nach dem anderen direkt am Strand. Viele Australier haben dort irgendwelche Ferienwohnungen, weil es dort auch im Winter schoen warm, aber noch nicht so tropisch wie weiter im Norden ist.

Leider war das Wetter schlecht, so dass wir keine Surfstunde nehmen wollten… dafuer haben wir aber ein nettes BBQ in unserem Hostel Islander Backpacker gemacht. Simone und Katrin konnten dabei zum ersten mal Kaenguruhfleisch probieren… war anscheinend gut, haben wir naemlich in Airlie Beach nochmal gegessen!

Brisbane ist die drittgroesste Stadt Australiens mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern. Trotzdem war ein Tag dort definitiv genug. Das Hostel Prince Consort war nicht allzu toll, auch die Stadt ist nicht wirklich aufregend. Da wir ganz nahe zur China-Town gewohnt haben, gabs aber mal Chinesisch zum Abendessen. Fuer uns erfahrene Stix-Esser ja kein Problem:-)

Eine Hauptattraktion bei unserer Ostkuestentour war natuerlich Fraser Island, die groesste Sandinsel der Welt! Am So, 25.02. erreichten wir Hervey Bay, wo wir in unserem Hostel Kookaburra auf die Tour vorbereitet wurden. Das ganze nannte sich „4-WD-Shelf-Drive-Safari“ – d.h. wir wurden zu elft in einen Jeep gesetzt und mit einiger Verpflegung machten wir dann drei Tage die Insel unsicher! Die Insel besteht wirklich nur aus Sand, was das Fahren zu einer kleinen Herausforderung macht… musste ich natuerlich auch mal probieren. Mit 80 Sachen am Sandstrand entlang kann man nicht alle Tage erleben…

Auf der Insel gibts jede Menge Dingos. Wenn man nicht aufpasst, fressen sie einem die Vorraete weg – deswegen immer alles gut verstauen!

Da es beim Zelten natuerlich keine Duschen gibt, muss man moeglichst oft zum Schwimmen gehen… inmitten der Sandwueste gibt es aber tolle Seen, wo man sich erholen kann. Im Meer schwimmen ist leider wegen den Quallen nicht angesagt:-(

Abends im Zeltcamp musste selber gekocht werden – da waren wir um Marco, unseren italienischen Chefkoch ziemlich froh! Danach gabs immer noch lustige Spielchen – Kartenspiele oder ein spanisches Dedektivspiel, das uns Alvaro aus Madrid beigebracht hat.

Und das beruehmte Schiffswrack mit unserer Gruppe davor:

Wir hatten die 3 Tage keine Probleme mit dem Auto – bis zur Rueckfahrt. Bei der Fahrt von der Faehre zum Autoparkplatz ist uns dann noch schnell ein Reifen geplatzt. Zum Gluck hat der Kerl von der Autovermietung gleich seine Kollegen angerufen, die dann zum Reifenwechseln kamen. Fuer uns wars nicht schlecht: Die Panne ist naemlich genau vor einem Annanasverkaufswagen passiert – ich habe in meinem Leben noch nie so saftige und suesse Ananass gegessen, und das fuer $1,50!

Am selben Abend (28.02.) fuhren wir noch weiter, ueber Nacht von Hervey Bay nach Airlie Beach, in Hostel Magnums, das zwar ziemlich gross, aber wegen den vielen Baeumen zwischen den Haeusern ziemlich nett ist. Nach einem BBQ am Abend mit Alvaro, der mit uns von Fraser Island nach Airlie Beach fuhr, stachen wir am Freitag mit dem Motorsegler „Pegasus“ von Tallarook in See, um die Whitsunday-Inseln zu erkunden.

Gleich am ersten Abend konnten wir einen gigantischen Sonnenuntergang auf dem Boot sehen:

Die Nacht auf dem schaukelnden Boot war aber etwas gewoehnungsbeduerftig – ich hatte eine gute Nacht an Deck, aber Kati und Simone waren nicht wirklich gluecklich in der heissen und engen Kabine, noch dazu mit ein bisschen Seekrankheit vom ewigen Schaukeln:-) Der Naechste Tag mit viel Sonnenschein hat das aber definitiv wieder wettgemacht! Die Whitsunday sind ja bereits Teil des Great Barrier Reefs, so konnten wir auch ins Reef zum Schnorcheln gehen. Ich habe auch einen Tauchgang gemacht, allerdings war der etwas weniger spektakulaer als im Reef in Cairns. Wie man auf dem Bild sieht, muss man sich vor den Quallen schuetzen – nicht nur mit einem Stinger-Suit, sondern auch mit lustigen orangen Handschuhen und einer Muetze:-)

Die vorletzte Station auf unserer gemeinsamen Reise war Magnetic Island, vor Townsville, wo wir am 05.03. ankamen. In Townsville war ich ja schon bei meinem ersten Trip durch Australien, allerdings nicht auf Mangnetic Island – was man unbedingt sehen muss. Die Insel ist Heimat fuer viele Tiere, unter anderem fuer wildlebende Koalas!

Nachts sieht man auch Rock-Wallabies – sehen mehr aus wie Ratten als Kaenguruhs und sind auch nur so 30 oder 40cm gross.

Die Insel ist nicht recht gross, so dass man sie bequem mit dem Fahrrad erkunden kann, vorausgesetzt es ist nicht zu heiss. Kati und ich fuhren ueber eine Sandstrasse durch verschiedene Fluesschen zum Westpoint, wo wir uns dann eine richtige Pause gegoennt haben…

Die letzten Tage verbrachten wir dann noch gemeinsam in Cairns. Ich war ja schon mal hier, so dass ich mich ein bisschen auskannte. Den ersten Tag haben wir einfach zum Relaxen an der Lagoone genutzt, gestern waren wir im Great Barrier Reef, ein Trip organisiert vom Cairns Dive Centre. Leider war das Wetter nicht ganz so toll, die Sonne wollte einfach nicht rauskommen. Das Wasser war deshalb waermer als die Luft! Das Schnorcheln war aber dennoch beeindruckend, die Maedels kamen aus dem Staunen und Fotografieren ihren Unterwasserkameras gar nicht mehr raus!

Wieder mal waren wir in einem „Urwaldhostel“ untergebracht, dem Bohemia Ressort.

Tja, heute morgen haben mich die Maedels nach fast 3 gemeinsamen Wochen wieder verlassen – sie fliegen weiter, nach Alice Springs zum Ayers Rock, dann nach Sydney und zurueck nach Deutschland. War wirklich eine schoene Reise – ich konnte endlich wieder mal bayerisch reden und hab endlich auch wieder mal was anderes von Australien gesehen wie Sydney! Natuerlich wars auch anstrengend – wir hatten jeden Tag volles Programm, Langeweile war definitiv nicht angesagt (und mit zwei Maedels zu reisen kann manchmal von sich aus schon anstrengend sein – sage nur „Geh ma shoppen?!?“), aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt goenne ich mir aber trotzdem erstmal wieder ein bisschen Erholung: Morgen gehe ich wieder zu Judi und Veikko, wo ich im August ja schon mal war. Ich freue mich schon auf die Ruhe in Julatten… dort werde ich nochmal auftanken fuer die letzten Wochen in Australien, in denen ich wahrscheinlich nach Adelaide fliegen und von dort ueber Melbourne zurueck nach Sydney fahren werde…


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